Lagerbau I

Ich gehe gerne in den nahegelegenen Wald, mache ein Feuer, koch mir was zu essen und probiere dabei die verschiedensten Dinge aus. Ich habe mir also irgendwann vorgenommen, an einer mehr oder weniger zufälligen Stelle ein kleines Lager zu bauen. Es sollte ein Ort werden, an dem ich an einem freien Nachmittag entspannen kann, ohne vorher gross zu planen. In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Bilder vom Bau dieses Lagers zeigen und gewisse Arbeiten und Gedanken zum Bau erklären. Viel Spass.

Werkzeug

Für den Bau eines solchen Lagers braucht es gewisse Werkzeuge. Ich habe folgende Hilfsmittel verwendet:

  • Kleine Axt zum Entasten und Fällen von toten Bäumen, ausserdem für den Einsatz als Hammer
  • Klappsäge zum Ablängen und Zuschneiden
  • Klappspaten zum Graben und Säubern des Bodens
  • Grosses Messer mit feststehender Klinge für allgemeine Arbeiten
  • Rucksack für den Transport von Steinen

 

Anforderungen

Ich wollte für mein Lager eine geschützte, sichere Feuerstelle, einen Wind- und Sichtschutz und eine einfache Einrichtung zum Lagern von Holz. Zudem sollte das Lager abseits von Wanderwegen und sonstigen Bauten stehen.

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Holzlager

Links seht ihr mein improvisiertes Holzlager. Ich habe dazu mit dem Nacken meiner Axt drei abgelängte Hölzer in den Waldboden getrieben. Zusammen mit zwei kleinen Fichten bilden sie eine Art Auffangbecken für lange Holzstücke und Äste. Bei Regen oder Schnee kann man mittels Zweigen und/oder Rindenstücken eine Art Dach bauen, um das Holz darunter trocken zu halten.

 

Feuerstelle

Die Feuerstelle habe ich mit Steinen abgesichert. Im Wald findet man runde Steine dieser Grössenordnung vor allem bei Bächen und Flüssen. Ich habe die für mich passenden Steine in meinen Rucksack gepackt und zum Lager gebracht. Erwähnenswert ist viellelicht noch die Tatsache, dass sich diese Steine bei grosser Hitze spalten können. Das kommt von dem im Gestein gespeicherten Wasser, dass sich bei der Hitzen ausdehnt.

Für die Zukunft möchte ich noch einen grossen, flachen Stein neben die Feuerstelle legen. Diesen kann man in die Glut legen und nach kurzem Warten für das Zubereiten von Speisen wie Spiegeleiern, Fladenbrot etc. benutzen.

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Wind- und Sichtschutz

Um das Lager herum kam schliesslich der Wind- und Sichtschutz. Er soll das Feuer vor Wind schützen und das Lager bzw. das Feuer vor neugierigen Blicken verbergen. Ich habe zuerst das Fundament abgesteckt und dann mit einer ähnlichen Vorrichtung wie beim Holzlager die „Wände hochgezogen“.

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Es sieht vielleicht nicht danach aus, aber ich habe für das Errichten ausschliesslich totes Holz verwendet. Entweder lagen kleinere Bäume auf dem Boden oder ich habe sichtbar abgestorbene Bäume gefällt. Wenn ich von Bäumen spreche, meine ich damit kleine Nadelbäume (hier meist Rottanne a.k.a Fichte) bis zu 4 oder 5 Metern Höhe. Mir war es wichtig, kein morsches Holz zu verwenden und gleichzeitig die richtige Dicke zu haben, sodass die Konstruktion möglichst lange hält. Es war viel Arbeit, bis all das passende Holz zusammengetragen und verarbeitet war.

Weil gutes Totholz wertvoll ist, habe ich mich für drei statt vier Stützen entschieden, um die Enden der Wände zu verbinden bzw. zu stützen. Dies bedingte aber, dass die Hölzer der einen Wand schräg geschnitten wurden, sodass sie flach an der Seite der Hölzer der angrenzenden Wand anliegen (Gehrung). Auf dem Bild rechts oben erkannt man das gut.

Der Sicht-/Windschutz dient zugleich als Hitzereflektor des Feuers. Da aber der Sitzplatz leicht über dem Feuer liegt, ist der Gewinn nicht optimal. Entweder muss der Boden leicht abgegraben oder die Wände erhöht werden. Oder beides. Das Abgraben kommt zudem nur in Frage, wenn dabei keine Wurzeln verletzt werden.

Aussicht

Das Lager ist noch nicht vollständig. In Zukunft möchte ich es um einen Unterstand erweitern und den Sicht-/Windschutz etwas erhöhen. Auch sonst plane ich die eine oder andere Spielerei, um den Aufenthalt im Lager komfortabler und spannender zu machen. Ich freue mich schon darauf.

 

Ein Gedanke zu “Lagerbau I

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