Feuer machen [2] – Feuer entzünden

Um den Zunder oder das Zundermaterial zu entzünden und so das Feuer zu starten, gibt es verschiedene Utensilien. Diese unterscheiden sich in Preis, Zuverlässigkeit, Eignung für die jeweilige Witterung, etc.

Feuerstahl

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Moderne Feuerstähle sind sehr zuverlässige Anzündhilfen. Sie generieren bei richtiger Anwendung eine grosse Anzahl Funken, die auf dem Zunder das Feuer starten.

Den modernen Feuerstahl erhält man meist in einem Set, so wie oben abgebildet. Auf der rechten Seite ist der eigentliche Feuerstahl, ein Stab aus einer Metalllegierung mit einem ergonomisch geformten Plastikstück am Ende. Links sieht man den „Schaber“, ein scharfkantiges Metallplättchen, welches ebenso von einem ergonomischen Plastikstück eingefasst ist. Mit dem Schaber schabt man nun feine Stücke des Feuerstahls ab, welche sich auf Grund der Reibungshitze entzünden. Die Funken werden über 2000 °C heiss.

Es gibt Feuerstähle in verschiedenen Grössen, von verschiedenen Herstellern und dementsprechend in verschiedenen Qualitäten. Probieren geht über studieren.

+ je nach Modell bis zu 12’000 Zündungen (Herstellerangaben)
+ funktioniert auch bei Nässe / Kälte / Wind
+ widerstandsfähig

– tendenziell nur mit Zunder verwendbar (generiert Funken, keine Flamme)
– Handhabung je nach Bedingungen schwierig
– verhältnismässig teuer (abgebildetes Modell ~ 25 Fr.)

Zündhölzer

Reguläre Sicherheitszündhölzer

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Das Zündholz – auch Streichholz oder früher Schwefelholz genannt – ist ein Holzstäbchen mit einem Zündkopf am Ende. Der Zündkopf wird durch Reibung entzündet und bringt somit das Stäbchen zum brennen. Heutige Zündhölzer sind Sicherheitszündhölzer, was bedeutet, dass sich der Zündkopf nur an speziellen Reibflächen entzünden lässt. Ein Selbstentzünden soll somit ausgeschlossen werden.
Die Reibflächen sind jeweils an den Seiten der Streichholzschachtel angebracht (siehe braune, wabenartige Fläche auf obigem Bild).

+ günstig
+ einfach in der Handhabung
+ erzeugt Flamme direkt am Stäbchen

– unzuverlässig bei Nässe
– Flamme geht bei Wind schnell aus- ohne spezielle Reibfläche nutzlos
– zerbrechlich

Sturmzündhölzer

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Sturmzündhölzer brennen auch bei Wind zuverlässig. Dazu ist das Holzstäbchen zur Hälfte oder mehr mit einer speziellen Beschichtung überzogen. Bei Nässe brennen jedoch auch diese nicht zuverlässig (trifft zumindest auf die von mir getesteten zu).

+ brennt bei Wind

– unzuverlässig bei Nässe

Feuerzeug

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links: Piezofeuerzeug  | rechts: Reibradfeuerzeug

Das Feuerzeug ist das wohl meist verwendete Anzündmittel im Alltag. Es gibt sie in allen Formen, Farben und Grössen. Aber auch in der Funktion können sie sich unterscheiden.

Es gibt Feuerzeuge mit Benzin als Brennstoff und solche, die mit Gas funktionieren. Manche erzeugen den Funken mittels Zündstein und Drehrad, andere mittels Piezoeliktrizität (siehe Wikipedia).

Im Grunde funktionieren aber alle gleich. Ein Behälter mit Brennstoff (Gas, Benzin) versorgt die Flamme, welche zu Beginn durch einen Funken (Piezo, Reibrad) entzündet wird.

+ stete Flamme
+ sehr günstige Modelle verfügbar
+ sehr einfach zu bedienen
+ nachfüllbar (je nach Modell)

– Gas oder Benzin geht verloren, wenn Behälter beschädigt wird
– bei Kälte oder Nässe nicht zuverlässig (je nach Brennstoff und „Funken-Mechanismus“)

Ich persönlich würde ein nachfüllbares, piezoelektrisches Gasfeuerzeug empfehlen (siehe Abbildung oben). Dieses funktioniert auch bei Nässe und muss nicht gleich weggeworfen werden, wenn es mal kein Gas mehr hat.

Zusammenfassung

Zusammenfassend empfehle ich, jeweils mehr als nur eine Art von Anzündmittel mit dabei zu haben. Ein Feuerstahl und ein Feuerzeug sind kein schlechter Anfang. Es sollte aber gerade bei längeren Trips gut überlegt werden, welche Anforderungen bestehen (Witterung, Gelände, Zeitraum, etc.).

 

Quellen:

 

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